Voraussetzungen für die Entwicklung eines künstlichen Selbst

Auf einen Blick

Laufzeit
02/2019  – 01/2023
DFG-Fachsystematik

Bild- und Sprachverarbeitung, Computergraphik und Visualisierung, Human Computer Interaction, Ubiquitous und Wearable Computing

Informatik

F?rderung durch

DFG Schwerpunktprogramm DFG Schwerpunktprogramm

Projektbeschreibung

Das Projekt ist Teil unseres Schwerpunktprogramms "Das handelnde Selbst" (SPP 2134).

Beim Menschen werden üblicherweise zwei Eigenschaften eines minimalen Selbst betrachtet: ein ?sense of body ownership - I feel corporal sensations as uniquely belonging to my own body“ - und ein ?sense of agency - I feel being in control of my own actions“. In diesem Projekt sollen die Prinzipien und Eigenschaften für die Entwicklung eines minimalen Selbst aus einer Developmental Robotics-Perspektive erforscht werden. Dafür werden wir computationale Prozesse betrachten, welche multimodale sensomotorische Vorhersagen und die Anpassung an sich ?ndernde Bedingungen erm?glichen. Somit besch?ftigen wir uns direkt mit den Hauptfragestellungen des Schwerpunktprogramms ?Das handelnde Selbst“, insbesondere mit key question one (Plastizit?t des Selbst) und key question five (Mechanismen und Voraussetzungen für ein künstliches Selbst). Aspekte der anderen key questions, wie zum Beispiel der Zusammenhang zwischen body ownership und agency werden auch betrachtet. Zuerst werden wir die Voraussetzungen und Methoden identifizieren, um künstlichen Systemen Basisf?higkeiten zu geben, wie die F?higkeit eines Roboters, seinen eigenen K?rper zu entdecken und zwischen eigenen und den Bewegungen anderer zu unterscheiden. Wir werden multimodale K?rperdarstellungen (propriozeptiv, taktil, visuell und auditorisch) und deren Vorhersagef?higkeiten innerhalb eines predictive coding frameworks, sowie die Rolle der Selbst-Erkennung untersuchen. Weiterhin werden wir die Anpassungsf?higkeit dieser Prozesse betrachten, w?hrend der Roboter sensomotorischer Erfahrung und k?rperlichen Ver?nderungen ausgesetzt ist. In einer Simulationsumgebung wird dies anhand von Robotern untersucht, welche ?hnlich zu ihren biologischen Vorbildern Wachstumsprozessen ausgesetzt sind. Au?erdem wird mit einem humanoiden Roboter untersucht, wie dieser mit sich ?ndernden K?rpereigenschaften umgehen kann. Dieser Ansatz wird den Forschungsstand in der kognitiven Robotik weit voranbringen, insbesondere bei sich ?ndernden und dynamischen Situationen, wie der Mensch-Roboter-Interaktion. Unsere Modelle werden wir in zwei Szenarien evaluieren. Wir werden untersuchen, wie sich Vorhersagef?higkeiten bei einem künstlichen Agenten entwickeln. Diese bilden einen guten Indikator für Entwicklungsschritte des Selbst, und sollen mit Entwicklungsstufen aus der Entwicklungspsychologie verglichen werden. Zudem sollen Modelle mit St?rungen des Vorhersagesystems getestet werden. Hier soll ein Vergleich mit ?hnlichen Effekten bei Schizophrenie hergestellt werden. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir Roboterexperimente entwickeln, welche Annahmen zur Entwicklung eines minimalen Selbst prüfen k?nnen.

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