Der polnische Dativ als Testfall für die linguistische Theoriebildung
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht die synchrone und die kurzzeitig-diachrone Syntax von Dativen (DAT) im Pol[nischen] im Vergleich zum Isl[?ndischen] und Ru[ssischen] und ihre Implikationen für die allgemeine linguistische Theoriebildung. DAT ist ein besonders aufschlussreiches Ph?nomen an der Schnittstelle von Morphologie, Semantik und Syntax. Er tritt auf an (i) indirekten Objekten; (ii) fakultativen Argumenten von (In)transitiva (sog. "freie Dative"); (iii) Experiencer-Argumenten von psychischen oder physischen Zustandspr?dikaten, Modalen, abgeleiteten (REFL[exiven]) Dekausativa und Impersonalen; (iv) Sekund?rpr?dikaten in (Ru und Pol) eingebetteten Infinitiven; (v) unabh?ngigen Infinitiven (main clause infinitives – MCI) im Ru und marginal im Pol. Wir analysieren diese Ph?nomene und ihre empirische Variation durch linguistische Akzeptabilit?tsstudien und korpuslinguistische Untersuchungen, wobei wir partiell auch ihre Produktivit?t einbeziehen. Daran anschlie?end erarbeiten wir eine Theorie der syntaktischen DAT-Lizenzierung und testen ihre Vorhersagen anhand der Fakten kurzzeitigen diachronen Wandels.